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Smartphones. Omnipräsent und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sind sie doch alles, was man zwischendurch so braucht: Taschenrechner, Kommunikationsmittel, Terminplaner, Erinner-mich, Navigationsgerät, Fotoapparat… Man könnte die Liste unendlich fortsetzen. Leider finden die Geräte auch deswegen den Weg ins Auto, insbesondere hinter das Steuer. Schließlich kann man die Zeit beim Fahren gut für ein kurzes Telefonat nutzen und die Straßenkarte braucht man sowieso.

Allerdings kann das ‚immer online – immer erreichbar‘ lebensgefährlich werden. Eine aktuelle Befragung von mehr als 2500 Personen liefert dazu Zahlen: 92 Prozent der Befragten schätzen das Benutzen von Mobiltelefonen während der Fahrt als gefährlich ein, mehr als ein Drittel gibt an, selbst schon mal durch die Nutzung im Straßenverkehr in eine gefährliche Situation gekommen zu sein. Sieben Prozent waren deswegen tatsächlich schon in einen Verkehrsunfall verwickelt. Wahrscheinlich ist jeder 10. Unfall auf Ablenkung insbesondere durch Smartphones zurückzuführen.

Aufmerksamkeit durch Emotionen und Prominenz

Mit der Aktion #FingervomHandy der bekannten Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ soll vor der Gefahr durch Ablenkung im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden. Im Mittelpunkt der Kampagne steht ein emotionaler Spot, in dem ein vermeintlich schlafendes Kind liebevoll aus seinem Sitz auf der Rückbank eines Autos gehoben wird. Erst beim Rauszoomen ist zu erkennen, dass es sich um einen Rettungssanitäter und ein Autowrack handelt. Die Eltern des Jungen sind nicht ansprechbar und Rettungskräfte sichern und versorgen das Geschehen. Der Kurzfilm wird im Kino ausgestrahlt und kann auch auf Youtube gesehen werden, wo er bereits 1,7 Millionen Klicks erzielte. Unterstützt wird die Kampagne von bekannten Gesichtern, unter anderem dem Rapper Kay One, der sich aus Überzeugung für die Aktion #FingervomHandy engagiert und warnt: „Eine falsche Entscheidung im Straßenverkehr kann fatale Folgen haben. Wer Auto fährt, sollte sich daher voll auf den Straßenverkehr konzentrieren.“

Meisten Beifahrer tolerieren Ablenkung durchs Handy nicht

Eine in dem Rahmen durchgeführte Online-Befragung zeigt zudem den positiven Einfluss durch Mitfahrer. Die Ergebnisse legen offen, dass mehr als die Hälfte der Befragten bereits in einer Situation waren, in der Fahrer des Autos durch das Mobiltelefon abgelenkt wurde. 85% der Personen wiederum reagierten dabei aktiv und boten dem Fahrer z.B. an, das Handy zu bedienen. Ein knappes Drittel forderte den Fahrer dazu auf, das Telefon wegzulegen. Und 16% brachten ihre Missbilligung zum Ausdruck. Lediglich 15% gingen überhaupt nicht auf das fahrlässige Verhalten des Fahrers ein.

Quelle: Runtervomgas; Bildquelle: pixabay