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Schon viele Jahrzehnte denkt der Mensch über selbständig fahrende Autos nach. Aber was damals noch in Comicheften und Scifi Filmen einer Autorenphantasie entsprang, kann in naher Zukunft wahr werden. Denn der Verkehr und die Automobilbranche verändern sich. Autonomes Fahren wird langsam Realität.

Es klingt wie aus dem Film und irgendwie nicht realisierbar: Autos, die ganz alleine fahren. Dabei wird es diese – vor wenigen Jahrzehnten noch Utopie – tatsächlich irgendwann in naher Zukunft geben. Dafür wäre nur relevant, dass das Auto a) weiß, wo es hin soll und b) was es so unterwegs erwartet.

Aktuelle Information aus dem Verkehr

Eigentlich klingt es relativ einfach: das Auto braucht lediglich aktuelle Umgebungs- und Verkehrsinformationen erhalten. Es muss wissen, wann sich wo ein Stau bildet, wenn ein Kind zwischen parkenden Autos auf die Straße rennt, eine Ampel auf Rot schaltet oder aber plötzlich Blitzeis einsetzt. Aber wie genau erhält es jetzt diese Informationen? Zum einen muss das Fahrzeug mit Kameras und Sensoren ausgestattet sein, um seine direkte Umgebung zu erfassen. Ferner ist es essentiell, dass die alleinfahrenden Autos miteinander „reden“. So kann das eine Fahrzeug ein anderes über umschlagendes Wetter oder erhöhtes Verkehrsaufkommen informieren. In diesem Zusammenhang fällt ab und zu der Begriff V2X.

V2X – „Messenger“ für autonome Autos

V2X ist eine Abkürzung und steht für Vehicle to everything. Ganz schlicht gesprochen, stellt diese Mobilfunktechnologie eine Art Messenger für die Verkehrsteilnehmer dar. Darüber kann dann kommuniziert werden. Gemeint sind damit wirklich alle Teilnehmer: vom Auto oder Fahrrad, über Fußgänger zu Schildern und Ampeln. Bei den erst genannten ist jedoch auch schon nicht mehr die Person selber aktiv, sondern viel mehr das Gefährt oder die Kleidung selbst. Wichtig ist dabei, dass alles in Echtzeit und sehr schnell geht. Insbesondere in Gefahrensituationen.

Was in der Theorie allerdings recht einfach klingt, muss noch erprobt werden. Außerdem müssen noch einige moralische Aspekte geklärt werden, so zum Beispiel, wie sich das Auto im Falle eines Unfalls entscheiden soll. Soll es bei einem Ausweichmanöver vor allem seine Insassen schützen, dabei aber womöglich in eine Gruppe Passanten lenken? Die Weichen für eine Zukunft mit  selbstfahrenden Autos sind aber in jedem Fall schon gestellt.

 

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