06 11 - 72 44 112

Die meisten jungen Menschen verbinden Alkohol mit guter Laune, Spaß und Feierei. Schnell schlägt diese dann jedoch um in Eskalation, Absturz und wenn es blöd läuft: Krankenhaus. Um dies zu verhindern ist es wichtig, Aufklärungsarbeit zu leisten und Jugendliche auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol vorzubereiten.

Befragt man die Eltern von Jungen und Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren, berichten 20 Prozent, dass ihre Kinder bereits einen Alkoholrausch hatten – und das sind wohlgemerkt nur die, die es mitbekommen haben. Jährlich landen in Deutschland sogar 22.000 Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Das Gefährliche am Alkoholkonsum junger Menschen ist, dass der noch nicht fertig entwickelte Körper stärker auf das Rauschmittel reagiert. Aufgrund von geringerem Körpergewicht wirkt der Alkohol schneller. Noch dazu kann er nur langsamer abgebaut werden, da das dafür relevante Enzym in geringerer Menge vorliegt, als beim Erwachsenen. Die größte Gefahr liegt jedoch bei einer rascheren Entwicklung hin zur Sucht. Körper und Geist junger Menschen lernen schneller und gewöhnen sich somit schneller an den Rauschzustand. Eine Abhängigkeit ist daher schon nach wenigen Monaten möglich.

Primäre Gefahren von Alkohol

Da der Körper noch mitten im Wachstum steckt und Alkohol ein Nervengift ist, steigt mit jedem Rausch das Risiko einer Entwicklungsstörung. Manche Regionen im Gehirn machen in der Pubertät den entscheidenden Schub und können bei zu viel Alkoholkonsum einen beachtlichen Schaden davontragen. Dazu kommt, dass Alkohol als Fluchtmittel vor Alltagsproblemen wie Stress im Schul- und Privatleben oder als Knüpfer von Sozialkontakten erlebt werden kann. Dann verpassen Jugendliche die Chance, sich psychosozial weiterzuentwickeln. Nicht selten bedeutet das dann im späteren Leben einen Mangel an Problemlöse- und Sozialkompetenz.

Sekundäre Gefahren von Alkohol

Neben den physiologischen Auswirkungen von Alkohol auf den Körper können jedoch auch Gefahren auftreten, die nicht so offensichtlich sind. So zum Beispiel Unfälle, die durch gesteigerte Risikobereitschaft und sinkende Reaktionsschnelle verursacht werden. Weiter neigt man im Rausch eher dazu, andere Drogen auszuprobieren. Dies kann schnell zu einer (weiteren) Sucht führen. Außerdem werden viele Menschen unter Alkohol aggressiver und laufen deshalb Gefahr, zum Täter zu werden. Die Liste ist lang.

Die gute Nachricht

So schlecht die Folgen von Alkoholkonsum für Jugendliche sind: Aufklärungsarbeit zahlt sich aus. Die Zahlen der jungen Konsumenten nimmt nämlich stetig ab. Die Zahlen sind so niedrig, wie seit den 70ern nicht mehr. Für die Studie wurden von März bis Juni 2016 bundesweit 7.003 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 25 Jahren befragt. Nie zuvor seit den 1970er Jahren gaben weniger an, mindestens einmal die Woche und damit regelmäßig Alkohol zu trinken. Aber auch bei den älteren Jugendlichen nimmt der regelmäßige Konsum ab. Nur noch ein knappes Drittel (30,7 Prozent) trinkt regelmäßig. 12 Jahre zuvor war es fast die Hälfte (43,6 Prozent). Bei den 12- bis 17-jährigen geben mehr als ein Drittel (36,5 Prozent) an, überhaupt noch nie alkoholische Getränke probiert zu haben. Seit 2001 ist das der höchste Wert von Abstinenzlern.

 

Sowie generelles MPU-Wissen, Hintergründe, wissenschaftliche Erkenntnisse und Statistiken zum Thema Verkehrssicherheit und Gesundheit in Bezug auf Sicherheit im Straßenverkehr.

 

www.mpu-seminar.deInfos zur MPU-Vorbereitung hier