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Viele Autofahrer sind offensichtlich der Meinung, dass die Promillegrenze weiter gesenkt werden sollte. Laut einer Umfrage der ADAC Marktforschung/ForschungsWerk GmbH (2014) sind in Deutschland 67% der ADAC-Mitglieder dafür, Alkohol vollkommen aus dem Verkehr zu verbannen. Sie sind für ein 0-Promille-Gesetz. Auf die Geschlechter aufgesplittet sind es bei Männern 60%, bei Frauen ganze 78%. Eine andere Studie der Basler Versicherung kommt zu einem ähnlichen Ergebnis: Hier sind es sogar 75% der Bundesbürger über 18 Jahren.
Weitere interessante Ergebnisse lieferte die ADAC-Umfrage: Jedes fünfte ADAC-Mitglied glaubt fälschlicherweise, dass die Promillegrenze nicht bei 0,5 Promille, sondern bei 0,8 Promille läge.

Niedrige Promillegrenze lässt Unfälle sinken

Durch die bisherigen Absenkungen der erlaubten Blutalkoholkonzentrationen im Verkehr wurde seit 1975 ein Rückgang von Verletzten durch Verkehrsunfälle in Höhe von 77,6% erreicht. Bei den Todeszahlen im Verkehr gab es noch bedeutendere Veränderungen: So gibt es (verglichen mit 2014) seit 1975 ganze 93% weniger Unfalltote im Verkehr! Nichtsdestotrotz stellt Fahren unter Alkoholeinfluss ein erhebliches Risiko dar.

Führerscheinentzug schon ab 0.3 Promille

Was viele nicht wissen: Nicht erst ab 0,5 Promille ist ihr Führerschein in Gefahr: Bereits bei 0,3 Promille ist ihr Führerschein in Gefahr, wenn Sie entweder auffällig gefahren sind oder einen Unfall verursachen. Zudem regeln viele Versicherungen in ihren Versicherungsbedingungen, dass schon eine geringere Promillezahl ausreicht, um ihre Leistungspflicht einzuschränken.

 

Quelle: ADAC Motorwelt, Blickpunkt; Bildquelle: pixabay